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BWLexikon | VWL

Produktionsfunktion, Isoquante & Skalenerträge

Die Produktionsfunktion gibt an, welche Menge eines Gutes sich mit einer bestimmten Kombination von Produktionsfaktoren höchstens herstellen lässt, meist Arbeit L und Kapital K: y = f(L, K).

Isoquante

Eine Isoquante verbindet alle Faktorkombinationen, mit denen dieselbe Menge hergestellt wird. Je weiter außen sie liegt, desto größer die Menge.

Grenzrate der technischen Substitution

Die GRTS ist die Steigung der Isoquante. Sie gibt an, wie viel Kapital sich einsparen lässt, wenn eine Einheit Arbeit zusätzlich eingesetzt wird und die Menge gleich bleiben soll:

GRTS = − GPL / GPK

Sie entspricht dem Verhältnis der Grenzprodukte.

Skalenerträge

Werden alle Faktoren mit demselben Faktor t vervielfacht, dann steigt die Menge

  • um mehr als das t-Fache: steigende Skalenerträge
  • genau um das t-Fache: konstante Skalenerträge
  • um weniger als das t-Fache: sinkende Skalenerträge

Bei der Cobb-Douglas-Funktion y = La · Kb entscheidet die Summe a + b: größer, gleich oder kleiner als 1.

Kosten

Die Kosten sind C = w · L + r · K. Im Kostenminimum entspricht die GRTS dem Verhältnis der Faktorpreise w / r. In der Betriebswirtschaftslehre heißt der Zusammenhang Skaleneffekte.

Produktionsfunktion, Isoquante & Skalenerträge im Video erklärt

Verwandte Begriffe

Produktionsfunktion & Isogewinnlinie | Produktions-Edgeworth-Box | Skaleneffekte

Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 3. April 2025.

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