Zum Inhalt springen

Diese Seite wird gerade überarbeitet. Inhalte können sich noch ändern.

BWLexikon | VWL

Geldangebot & Geldnachfrage

Geldangebot und Geldnachfrage bestimmen auf dem Geldmarkt den Zinssatz. Im Geldmarktgleichgewicht entspricht die angebotene Geldmenge der nachgefragten.

Geldnachfrage

Md = P · Y · L(i)

Die Geldnachfrage steigt mit dem nominalen Einkommen, weil mehr Transaktionen bezahlt werden. Sie sinkt mit dem Zinssatz i, weil Geld keine Zinsen bringt und Anleihen dann attraktiver sind.

Geldangebot

Die Zentralbank stellt Zentralbankgeld bereit: Bargeld und Reserven der Geschäftsbanken. Die Banken müssen einen Teil der Einlagen als Reserve halten, bestimmt durch den Reservesatz. Aus dem Zentralbankgeld entsteht über die Kreditvergabe ein Vielfaches an Geldmenge, siehe Geldschöpfungsmultiplikator.

Geldmarktgleichgewicht

Der Zins stellt sich so ein, dass Ms = Md gilt.

  • Erhöht die Zentralbank die Geldmenge, sinkt der Zins
  • Steigt das Einkommen, steigt die Geldnachfrage und mit ihr der Zins

Aus diesem Gleichgewicht wird die LM-Kurve des IS-LM-Modells hergeleitet.

Geldangebot & Geldnachfrage im Video erklärt

Verwandte Begriffe

Geldschöpfungsmultiplikator | IS-LM-Modell | AS-AD-Modell

Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 4. Juli 2024.

Zurück zum BWLexikon von A bis Z