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AS-AD-Modell
Das AS-AD-Modell bestimmt aus aggregiertem Angebot (AS, „aggregate supply“) und aggregierter Nachfrage (AD, „aggregate demand“) das Preisniveau und die Produktion einer Volkswirtschaft.
Die AS-Kurve
Die aggregierte Angebotskurve wird aus dem Arbeitsmarkt hergeleitet, also aus der Lohn- & Preissetzungsfunktion. Sie verläuft steigend: Höhere Produktion bedeutet niedrigere Arbeitslosigkeit, höhere Lohnforderungen und damit höhere Preise.
Die AD-Kurve
Die aggregierte Nachfragekurve wird aus dem IS-LM-Modell hergeleitet. Sie verläuft fallend: Ein höheres Preisniveau senkt die reale Geldmenge, der Zins steigt, Investitionen und Nachfrage gehen zurück.
Gleichgewicht
Im Schnittpunkt von AS und AD sind Gütermarkt, Geldmarkt und Arbeitsmarkt gleichzeitig im Gleichgewicht.
- Kurze Frist: Die Produktion kann von der natürlichen Produktion abweichen
- Mittlere Frist: Die Preiserwartungen passen sich an, die AS-Kurve verschiebt sich, die Produktion kehrt zum natürlichen Niveau zurück
Eine expansive Geld- oder Fiskalpolitik verschiebt die AD-Kurve nach rechts. Kurzfristig steigen Produktion und Preisniveau, mittelfristig bleibt nur das höhere Preisniveau.
AS-AD-Modell im Video erklärt
Verwandte Begriffe
IS-LM-Modell | Lohn- & Preissetzungsfunktion | Phillipskurve
Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 13. März 2025.