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Engel-Kurve

Die Engel-Kurve zeigt, wie die nachgefragte Menge eines Gutes vom Einkommen abhängt, wenn die Preise gleich bleiben. Benannt ist sie nach dem Statistiker Ernst Engel.

Einkommens-Konsumkurve

Steigt das Einkommen, verschiebt sich die Budgetgerade parallel nach außen. Für jedes Einkommen ergibt sich ein neues Haushaltsoptimum. Die Verbindung dieser Optima ist die Einkommens-Konsumkurve.

Herleitung der Engel-Kurve

Aus der Einkommens-Konsumkurve wird für ein Gut die optimale Menge bei jedem Einkommen abgelesen und in ein Diagramm mit Menge und Einkommen übertragen. Das Ergebnis ist die Engel-Kurve.

Normale und inferiore Güter

  • Normales Gut: Die Nachfrage steigt mit dem Einkommen, die Engel-Kurve steigt
  • Inferiores Gut: Die Nachfrage sinkt mit steigendem Einkommen, die Engel-Kurve fällt. Ein Beispiel sind günstige Ersatzprodukte
  • Luxusgut: Die Nachfrage steigt überproportional
  • Notwendiges Gut: Die Nachfrage steigt unterproportional

Beispiel

Bei einer Cobb-Douglas-Nutzenfunktion gibt der Haushalt immer denselben Anteil seines Einkommens für ein Gut aus. Die Engel-Kurve ist dann eine Gerade durch den Ursprung.

Engel-Kurve im Video erklärt

Verwandte Begriffe

Tausch-Edgeworth-Box | Preisdiskriminierung | Lagrange-Methode

Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 27. März 2025.

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