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Teilwertpräferenzmodell
Im Teilwertpräferenzmodell ergibt sich der Nutzen eines Produkts als Summe von Teilnutzenwerten. Der Kunde ordnet jeder einzelnen Ausprägung einer Eigenschaft einen eigenen Wert zu, etwa der Farbe Rot, der Farbe Blau oder einem bestimmten Preis.
Grundlagen
Anders als im Idealpunktmodell und im Idealvektormodell muss der Nutzen nicht stetig verlaufen. Das Modell eignet sich deshalb auch für Eigenschaften ohne natürliche Reihenfolge wie Farbe, Marke oder Material. Es ist die Grundlage der Conjoint-Analyse.
Formale Darstellung
Uj = Σk Σm βkm · xjkm
Dabei ist βkm der Teilnutzen der Ausprägung m von Eigenschaft k. xjkm ist 1, wenn Produkt j diese Ausprägung hat, sonst 0.
Beispiel
Für einen Kunden gelten die Teilnutzen: Marke A 3, Marke B 1, Preis 10 € 4, Preis 15 € 2. Produkt 1 (Marke A, 15 €) hat den Nutzen 3 + 2 = 5. Produkt 2 (Marke B, 10 €) hat den Nutzen 1 + 4 = 5. Der Kunde ist zwischen beiden indifferent.
Positionierung
Der Anbieter wählt je Eigenschaft die Ausprägung, die bei vertretbaren Kosten den höchsten Teilnutzen stiftet.
Teilwertpräferenzmodell im Video erklärt
Übungsaufgaben im Video
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 1 (33 Min.)
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 2 (28 Min.)
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 3 (31 Min.)
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 4 (34 Min.)
Verwandte Begriffe
Idealpunktmodell | Idealvektormodell | Wahlaxiome
Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 10. Dezember 2021.