BWLexikon | BWL
Idealvektormodell
Im Idealvektormodell gilt „je mehr, desto besser“: Der Nutzen eines Produkts steigt mit jeder Eigenschaft immer weiter an, einen Sättigungspunkt gibt es nicht. Der Idealvektor zeigt im Produktmarktraum die Richtung, in der der Nutzen zunimmt.
Grundlagen
Das Modell passt zu Eigenschaften wie Haltbarkeit, Reichweite oder Akkulaufzeit. Die Steigung des Idealvektors ergibt sich aus den Eigenschaftsgewichten des Kunden. Produkte mit gleichem Nutzen liegen auf einer Isopräferenzlinie, die senkrecht zum Idealvektor verläuft.
Formale Darstellung
Uj = Σ wk · xjk
Der Nutzen von Produkt j ist die Summe seiner gewichteten Eigenschaftsausprägungen. Grafisch wird jedes Produkt senkrecht auf den Idealvektor projiziert. Das Produkt, dessen Projektion am weitesten außen liegt, wird gewählt.
Positionierung
Ein Anbieter verbessert sein Produkt in Richtung des Idealvektors, am wirksamsten bei der Eigenschaft mit dem höchsten Gewicht.
Abgrenzung
Im Idealpunktmodell gibt es ein „zu viel“. Das Idealvektormodell ist der Sonderfall, in dem der Idealpunkt unendlich weit entfernt liegt.
Idealvektormodell im Video erklärt
Übungsaufgaben im Video
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 1 (33 Min.)
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 2 (28 Min.)
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 3 (31 Min.)
- VIDEO Übungsaufgaben Produktpolitik 4 (34 Min.)
Verwandte Begriffe
Idealpunktmodell | Teilwertpräferenzmodell | Produktmarktraum & Distanzmaße
Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 10. Dezember 2021.