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Risikoprämie, Sicherheitsäquivalent & Erwartungsnutzen

Erwartungsnutzen, Sicherheitsäquivalent und Risikoprämie beschreiben, wie Menschen unsichere Zahlungen bewerten. Die Risikoprämie ist der Betrag, auf den ein Entscheider verzichten würde, um das Risiko loszuwerden.

Beispiel

Eine Lotterie zahlt mit je 50 % Wahrscheinlichkeit 0 € oder 100 €. Der Entscheider hat die Nutzenfunktion u(x) = √x.

Erwartungswert

Der Erwartungswert ist die mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Zahlung: 0,5 · 0 + 0,5 · 100 = 50 €.

Erwartungsnutzen

Der Erwartungsnutzen gewichtet nicht die Zahlungen, sondern ihren Nutzen: 0,5 · √0 + 0,5 · √100 = 5.

Sicherheitsäquivalent

Das Sicherheitsäquivalent ist die sichere Zahlung, die denselben Nutzen stiftet wie die Lotterie. Aus √SÄ = 5 folgt SÄ = 25 €. Der Entscheider ist zwischen 25 € sicher und der Lotterie indifferent.

Risikoprämie

Risikoprämie = Erwartungswert − Sicherheitsäquivalent

Im Beispiel 50 € − 25 € = 25 €.

  • Risikoprämie größer als 0: risikoavers
  • Risikoprämie gleich 0: risikoneutral
  • Risikoprämie kleiner als 0: risikoaffin

Wie sich die Einstellung zum Risiko aus der Nutzenfunktion ablesen lässt, steht unter Risikoaversion, Risikoaffinität & Risikoneutralität.

Risikoprämie, Sicherheitsäquivalent & Erwartungsnutzen im Video erklärt

Verwandte Begriffe

Risikoaversion, Risikoaffinität & Risikoneutralität | Entscheidungsregeln bei Unsicherheit

Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 18. Januar 2024.

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