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Rechtsformen für Unternehmen

Die Rechtsform legt den rechtlichen Rahmen eines Unternehmens fest: wer haftet, wer leitet, wie Gewinne verteilt werden und wie viel Kapital zur Gründung nötig ist. Unterschieden werden Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften.

Vergleich der gängigen Rechtsformen

Rechtsform Gruppe Haftung Mindestkapital
Einzelunternehmen unbeschränkt, auch privat keines
GbR Personengesellschaft alle Gesellschafter unbeschränkt keines
OHG Personengesellschaft alle Gesellschafter unbeschränkt keines
KG Personengesellschaft Komplementär unbeschränkt, Kommanditist bis zur Einlage keines
UG (haftungsbeschränkt) Kapitalgesellschaft Gesellschaftsvermögen 1 €
GmbH Kapitalgesellschaft Gesellschaftsvermögen 25.000 €
AG Kapitalgesellschaft Gesellschaftsvermögen 50.000 €

Vor- und Nachteile

Personengesellschaften sind schnell und günstig gegründet, die Gesellschafter leiten selbst. Dafür haften sie mit ihrem Privatvermögen.

Kapitalgesellschaften sind eigene juristische Personen. Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt und Anteile lassen sich leichter übertragen. Dafür sind Gründung, Buchführung und Offenlegung aufwendiger.

Welche Rechtsform passt, hängt von Haftungsrisiko, Kapitalbedarf, Steuern und der Zahl der Beteiligten ab.

Rechtsformen für Unternehmen im Video erklärt

Verwandte Begriffe

Insolvenz | Jahresabschluss | Franchising

Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 14. September 2023.

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