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Externalitäten & das Coase-Theorem
Externalitäten (externe Effekte) sind Auswirkungen einer wirtschaftlichen Handlung auf Unbeteiligte, die nicht über den Preis abgegolten werden. Der Markt führt dann nicht zum effizienten Ergebnis.
Positive und negative externe Effekte
- Negativ: Dritte tragen einen Schaden, etwa durch Abgase oder Lärm. Die privaten Kosten liegen unter den gesellschaftlichen, es wird zu viel produziert
- Positiv: Dritte haben einen Nutzen, etwa durch Impfungen oder Forschung. Es wird zu wenig bereitgestellt
Lösungen
- Pigou-Steuer: eine Steuer in Höhe des Grenzschadens. Bei positiven Effekten entsprechend eine Subvention
- Auflagen und handelbare Zertifikate
- Verhandlungen zwischen den Beteiligten
Coase-Theorem
Sind die Eigentumsrechte klar zugeteilt und gibt es keine Transaktionskosten, dann führen Verhandlungen zum effizienten Ergebnis, und zwar unabhängig davon, wem die Rechte zustehen. Die Zuteilung entscheidet nur darüber, wer wen bezahlt.
Beispiel
Eine Fabrik verschmutzt einen Fluss und schadet einem Fischer. Hat der Fischer das Recht auf sauberes Wasser, kauft ihm die Fabrik Verschmutzungsrechte ab. Hat die Fabrik das Recht, bezahlt der Fischer sie für weniger Verschmutzung. In beiden Fällen ergibt sich dieselbe, effiziente Menge.
Grafisch lassen sich die Verhandlungen mit Grenzrate der Substitution und Kontraktkurve in der Tausch-Edgeworth-Box zeigen.
Externalitäten & das Coase-Theorem im Video erklärt
Verwandte Begriffe
Öffentliche Güter | Tausch-Edgeworth-Box | Kartelle
Von Claudius Thelen, Postdoc an der Universität Greifswald. Erstmals veröffentlicht am 9. Mai 2024.