Wohnungssuche in Greifswald

– Möglichkeiten für Studierende

Der Studienstart ist für viele Erstsemester auch der Beginn eines neuen Lebensabschnitts: Zum ersten Mal zieht man in eine eigene Wohnung oder eine WG. Gerade zum Wintersemester suchen viele neue Studierende gleichzeitig eine Unterkunft in Greifswald. Wer frühzeitig beginnt und verschiedene Angebote nutzt, hat die besten Chancen auf ein Zimmer oder eine Wohnung.

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten für Studierende – von Wohnheimen über Wohnungsbaugesellschaften bis hin zu Notlösungen zum Semesterstart.

Notlösungen zum Semesterstart: Die Notwohnraumbörse

Falls kurz vor Studienbeginn noch keine Wohnung gefunden wurde, bietet die Studierendenschaft der Universität Greifswald eine praktische Unterstützung: die Notwohnraumbörse der Universität Greifswald.

Über diese Plattform können Studierende kurzfristig temporäre Unterkünfte finden, zum Beispiel ein Gästezimmer, eine Couch oder eine Zwischenmiete bei anderen Studierenden oder Greifswalder Bürgerinnen und Bürgern. Diese Angebote helfen besonders zum Semesterbeginn, wenn viele Erstsemester noch keine feste Wohnung gefunden haben.

Die Notwohnraumbörse ist als Übergangslösung gedacht, damit Studierende genügend Zeit haben, vor Ort nach einer dauerhaften Unterkunft zu suchen.

Studentenwohnheime: Wohnen über das Studierendenwerk

Eine der beliebtesten Wohnmöglichkeiten ist ein Zimmer im Studierendenwohnheim. In Greifswald werden diese vom Studierendenwerk Greifswald organisiert.

Das Studierendenwerk betreibt mehrere Wohnheime mit insgesamt mehreren hundert Wohnplätzen für Studierende. Ein großer Vorteil dieser Wohnform sind die vergleichsweise günstigen Mieten sowie möblierte Zimmer und Gemeinschaftsräume.

Die Bewerbung für einen Wohnheimplatz erfolgt online über das Portal des Studierendenwerks. Wichtig zu wissen:

  • Die Bewerbung kann bereits vor der Immatrikulation
  • Die Vergabe erfolgt meist nach Eingangsdatum der Bewerbung.
  • Ein Antrag garantiert jedoch keinen Wohnheimplatz, da die Nachfrage hoch ist.

Daher empfiehlt es sich, den Antrag möglichst früh zu stellen – idealerweise bereits mehrere Monate vor Semesterbeginn.

Private Wohnungsanbieter in Greifswald

Neben Wohnheimen gibt es in Greifswald mehrere Wohnungsunternehmen, die Wohnungen und WG-geeignete Apartments anbieten.

WGG – Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald

Die WGG Greifswald ist eine der größten Wohnungsbaugenossenschaften der Stadt. Sie bietet auch spezielle Angebote für Studierende.

Studierende können dort sowohl kleine Ein-Zimmer-Wohnungen als auch größere Wohnungen für WGs finden. Die Wohnungen sind über die ganze Stadt verteilt, sodass viele Uni-Standorte bequem mit dem Fahrrad erreichbar sind.

Über das Wohnungsportal der WGG können Interessierte aktuelle Angebote durchsuchen oder eine Anfrage für zukünftige Wohnungen stellen.

WVG – Wohnungen für Studierende

Die WVG Greifswald ist die zweite große Wohnungsbaugesellschaft der Stadt. Sie bietet ebenfalls spezielle Angebote für Studierende.

Hier finden Studierende sowohl Einzelwohnungen als auch größere Wohnungen für Wohngemeinschaften. Besonders die Wohngebiete Schönwalde und das Ostseeviertel bieten Wohnungen, die sich gut für WG-Gründungen eignen.

Die monatlichen Kosten für eine Wohnung liegen laut Angaben der WVG im Durchschnitt bei etwa 350 € Miete plus zusätzliche Lebenshaltungskosten.

Junges Greifswald – Studentenwohnungen von TAG Wohnen

Ein weiteres Angebot speziell für junge Menschen bietet TAG Wohnen mit dem Projekt Junges Greifswald.

In mehreren Wohnhäusern in der Makarenkostraße stehen Studierenden:

  • möblierte Apartments
  • Doppelapartments
  • WG-Zimmer

zur Verfügung. Die Wohnungen sind häufig möbliert und inklusive Nebenkosten sowie Internet verfügbar. Außerdem befinden sich Supermärkte, Bushaltestellen und Fahrradstellplätze in unmittelbarer Nähe.

Tipps für eine erfolgreiche Wohnungssuche

Die Wohnungssuche kann zum Semesterbeginn stressig sein. Einige Tipps helfen dabei, schneller fündig zu werden:

  1. Früh anfangen: Viele Studierende beginnen bereits Monate vor dem Semesterstart mit der Suche. Als Beispiel: Da die Vergabe der Wohnheimplätze (Studierendenwerk) nach Eingang der Bewerbung verläuft, lohnt es sich bereits im April die Bewerbung einzureichen.
  2. Mehrere Optionen gleichzeitig nutzen: Eine Kombination aus Wohnheim-Bewerbung, Wohnungsunternehmen und WG-Portalen erhöht die Chancen deutlich.
  3. Kompromisse eingehen: Gerade im ersten Semester lohnt es sich, zunächst eine Übergangslösung zu wählen. Viele Studierende ziehen während ihres Studiums später noch einmal innerhalb der Stadt um.
  4. Fahrrad statt Lage: Da Greifswald eine relativ kleine Stadt ist, lassen sich viele Orte schnell mit dem Fahrrad erreichen. Dadurch spielt die genaue Lage der Wohnung oft eine geringere Rolle.

Fazit

Auch wenn die Nachfrage zum Semesterstart hoch ist, gibt es in Greifswald verschiedene Möglichkeiten für Studierende eine Unterkunft zu finden. Das Studierendenwerk, die Notwohnraumbörse der Universität, sowie Wohnungsanbieter wie WVG, WGG oder TAG-Wohnen bieten unterschiedliche Wohnformen – vom Wohnheimzimmer bis zur eigenen Wohnung.

Wer früh mit der Suche beginnt und mehrere Angebote gleichzeitig nutzt, hat gute Chancen, schnell ein neues Zuhause in Greifswald zu finden.